4 Auswirkungen von Salz im Aquarium (Süßwasser)

Die Verwendung von Salz im Süßwasser-Aquarium kann verschiedene Vorteile mit sich bringen. Für viele Fische im Süßwasser-Aquarium kann der Einsatz von Salz aber auch nachteilhaft sein.

 

Die Auswirkungen von Salz auf Pflanzen

 

Manche Pflanzen können durch die Hinzugabe von Salz besser gedeihen, da Chlorid andere Ionen wie Nitrat, Phosphat und Kohlensäure, welche sich im Pflanzensaft ansammeln, verdrängt. Somit können sich Pflanzen, welche auf diese Stoffe empfindlich reagieren, durch eine Anreicherung des Wassers mit NaCl besser entfalten. Solche Stoffe sind besonders in älterem Wasser enthalten, weshalb vor allem dann das Hinzugeben von Salz einen entgiftenden Effekt auf die Pflanzen hat und einen Wasserwechsel hinaus zögert. Allerdings gilt es immer die Art der Fische und Pflanzen und deren Ursprungsgebiet zu beachten, um eine entsprechende Dosierung des Salzes richtig einschätzen zu können.

 

Im Gegensatz zu dem im Supermarkt erhältlichem Kochsalz enthält Salz für Meerwasseraquarien kein Fließmittel und ist somit natürlicher. Es fungiert zudem als Magnesium- und Calcium- / Kaliumdünger.

Für Garnelen-Becken ist dies noch wichtiger, damit sich der Panzer bzw. das Exoskelett gut ausbilden kann. Man sollte also definitiv nur Salz für Meerwasseraquarien oder noch besser natriumchloridfreies Mineralsalz für Aquarien verwenden.

Die Auswirkungen von Salz auf die Wasserwerte

Sowohl der Chloridgehalt, als auch der Natriumgehalt werden beeinflusst, sodass der Leitwert des Wassers ansteigt. Außerdem gibt es Auswirkungen auf die Wasserdichte und den osmotischen Druck auf Membranen oder den Fischkörper, da das Salz eine Veränderung auf das Ionengleichgewicht im Fischkörper bewirkt. Der osmotische Druck an den Membranen, welche die Pflanzen und den Organismus der Tiere vom Wasser trennen, wird durch die Zugabe von Salz dahingehend beeinflusst, dass der Stoffwechsel von kleineren Organismen wie Parasiten und Bakterien vorübergehend gestört wird und diese absterben können.

Die Auswirkungen von Salz auf die Fische

Kein Problem mit Salz im Aquarium haben Black Mollys, Guppys oder auch der Segelflossenkärpfling (Poecilia velifera). Diese lassen sich nach kurzer Eingewöhnung (innerhalb von 3-4 Tagen) an Salzwasser gewöhnen und können dann Ihr Leben in einem Brackwasser- oder Meerwasser-Aquarium fortführen..

Zwar kann durch Salz in geringen Dosen das Süßwasser von Bakterien freigehalten werden, wodurch ein Befall von Parasiten verhindert wird, jedoch ist dies mit diversen Nachteilen verbunden. Zu beachten ist hierbei, dass der Einsatz von Salz Auswirkungen auf verschiedenste Faktoren wie die Wasserwerte und das Befinden der Fische und Pflanzen hat.

Mit der Erhöhung des osmotischen Drucks wird ebenfalls die Wassermenge, welche in den Fisch einwirkt, verändert. Entsprechend des jeweiligen Verhältnisses von Ionen und Anionen im Ursprungsgebiet des Tieres ist die Fischniere darauf abgestimmt eine bestimmte Menge an Wasser auszuscheiden. Es können Schwierigkeiten im Wasser- und Ionenhaushalt der Fische entstehen, sobald die Werte sich von dem natürlichen Zustand unterscheiden. Bei Zierfischen im Aquarium handelt es sich um relativ kleine Organismen, sodass die Dosierung von Salz, wenn überhaupt, gering gehalten werden sollte. Obgleich Salzbäder, bei einer richtigen Anwendung, zunächst belebend auf Fische wirken können, sorgt die Zugabe von Salz in das Aquarium für eine Reizung der Fischhaut und der Fischkiemen, weshalb eine verstärkte Schleimbildung und die Ausbildung neuer Schleimhaut angeregt wird, wodurch sich Parasiten schlechter am Fisch ansiedeln können und abgewaschen werden. Inzwischen wurden jedoch schonendere Behandlungsalternativen entwickelt.

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Bild: Osmoregulation Bachforelle Zeichnung bw: Raver, Duane, edit by Biezl - Eigenes Werk

Die Behandlung von Fischen mit Salz

Bei einer gesunden Schleimhaut ist es nicht sinnvoll diese erst durch Salz zu reizen und dann durch Wasseraufbereitungmittel wieder zu beruhigen. Wenn sich eine Hinzugabe von Salz positiv auf die Fische auswirkt, sollte besser die Ursache für die Belastung, wie beispielsweise hoher Keimdruck durch Überbesatz oder mangelnde Wasserpflege, unterbunden werden. Vorteilhaft beim Einsatz von Salz gegenüber anderen Substanzen ist, dass es sich im Aquarium zersetzt, nicht nach dosiert werden muss und der Salzgehalt im Wasser einfach mit mehreren Wasserwechseln nach und nach wieder gesenkt werden kann. Jedoch reizt das Salz die Fischhaut und kann diese, je nach Dosierung, stark belasten und ist wie bereits erwähnt nicht schonender als andere Behandlungen.

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Bild: Osmoseragulation Carangoides bartholomaei bw: Kare Kare edit by Biezl - Eigenes Werk

Die Auswirkungen von Salz auf den Wasserwechsel

Wenn Salz zu dem Wasser hinzugegeben wird, kann eventuell die schädliche Wirkung von zu hohen Nitrinwerten abgeschwächt werden, weshalb das Wasser weniger häufig gewechselt werden muss und die Auswirkungen abgemildert werden können, sollte der Filter nicht genügend Nitrin umwandeln. Der Nitrinwert sollte regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass er unter der Grenze der Nachweisbarkeit liegt. Sollte der Nitringehalt diese Grenze überschreiten, wird das Gleichgewicht der Ionen im Fischkörper beeinträchtigt und der Sauerstofftransport des Blutes gestört, was zum Ersticken des Fisches führen kann. Auch die Chloridwerte tragen zum Ionengleichgewicht bei, da Chloridzellen in den Kiemen Ionen, welche hauptsächlich aus Chlorid-Anionen bestehen, aus dem Wasser aufnehmen. Sobald das Wasser keine ausreichende Menge an Chlorid enthält, werden stattdessen andere Ionen, wobei es sich auch um Nitrit-Ionen handeln kann, aufgenommen. Deshalb sollte bei zu geringen Werten ein Wasserwechsel vorgenommen werden. Bei einer bestehenden Nitrinvergiftung ist die Zugabe von Salz keine ausreichende Behandlung. Ein regelmäßiger Wasserwechsel lässt sich ohnehin nicht vermeiden, da für ein Altwasserbecken nicht nur ein geringer Fischbesatz erforderlich ist, sondern auch eine sorgfältige Überwachung der Werte und ein weitreichendes Verständnis der Zusammenhänge. Außerdem muss sichergestellt werden, dass die zu pflegenden Pflanzen und Tiere die beabsichtigte Dosierung von Salz vertragen, was selten der Fall ist.

Weiterführende Informatinen finden Sie hier und hier

 
 

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