Riffsäule aus totem Riffgestein selbst bauen

Die größten Vorteile der Variante mit zurechtgesägten Steinen, von der ich vorher noch nie etwas gehört oder gesehen habe sind: Eine maximale Stellfläche für Korallen, ein stabiler Aufbau, eine vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für den Gesamtaufbau. Außerdem lieben die allermeisten Korallen flache Oberflächen um daran festzuwachsen um sich anschließen mit maximaler Geschwindigkeit auszubreiten.

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Foto: Originalbild von MaxLumen

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Foto: Originalbild von MaxLumen

Vorgehensweise zum Bau einer Riffsäule aus zugesägtem Gesein:

    • Grobe Reinigung:  Als erstes sollte das Riffgestein mit etwas lauwarmen Wasser und einer Bürste abgeschrubbt werden, um die gröbsten Überreste zu entfernen.
    • Zurecht sägen der Riffsteine:  Nachdem das Gestein grob gereinigt wurde, muss zunächst eine geeignete Säge ausgewählt werden. Hierzu kommt beispielsweise eine Bandsäge, ein Waterjet, eine Steinsäge oder aber, für die gut trainierten unter den Aquarienbesitzer, eine     Handsäge in Betracht. Nun kann das Gestein in Scheiben zersägt werden, wobei deren Breite nach Belieben variieren kann. Die Verschnittstücke eigenen sich hervorragend für Korallenableger.
    • Reinigung des Riffgesteins für das Aquarium: Wenn alle Teile für die Riffsäule zurechtgesägt wurden, müssen nun die Steine gereinigt werden, um Schadstoffe und Verfärbungen zu entfernen. Dazu das Gestein einfach mit einem Hochdruckreiniger abspülen. Daraufhin folgt der etwas aufwändigere Abschnitt der Reinigung, denn es wird ein sieben Tage langer Prozess durchlaufen, bei welchem die Steine in einer dreiprozentigen H2O2- Lösung aus Wasserstoffperoxid und Leitungswasser eingelegt werden, wobei die Lösung alle zwei Tage erneuert wird. Schließlich kann nach der dritten Spülung ein Nitrat und Phosphat Test durchgeführt werden, um die Werte zu überprüfen. Eine detailierte Reinigungsanleitung findet Ihr hier.
    • Aufbau der Riffsäule: Sobald die vorbereiteten Scheiben entsprechend gereinigt wurden, kann mit dem     Aufbau der Riffsäule begonnen werden. Als Verbindungsstücke zwischen den     einzelnen Gesteinsscheiben dienen z.B. kleinere Steine, die oben und unten angesägt wurden oder Plastikrohre, welche die Höhe des Riffturms erweitern. Sollten die Scheiben besonders gut zugesägt sein, ist es nicht notwendig diese zu kleben. Andernfalls kann dazu Sekundenkleber oder ansonsten auch Riffmörtel genutzt werden. Der Sekundenkleber härtet übrigens sehr schnell aus, sobald er mit Wasser in Berührung kommt, wodurch man die Aushärtezeit erheblich beschleunigen kann. Der Kleber an sich ist gesundheitlich unbedenklich, solange die handelsübliche Variante (Cyanacrylat) verwendet wird.
    • Das Einsetzen der Riffsäule ins Aquarium: Um den Riffturm auf seine Stabilität zu überprüfen, sollte er zunächst außerhalb des Beckens aufgebaut werden, da er später nicht nur das Gewicht der Korallen tragen, sondern auch den Strömungsverhältnissen standhalten muss. Beim Einsetzen sollte beachtet werden, dass der Bodengrund unter dem Fundament der Riffsäule stabil ist. Deshalb sollte bei höheren Sandschichten der Riffturm direkt auf den Beckengrund gestellt werden. So wird vermieden, dass Schnecken und andere grabende Aquarienbewohner die Säule zum Umstürzen bringen.
    • Positionieren der Korallen: Wurden alle vorherigen Schritte erfolgreich umgesetzt, können nun die Korallen auf der Riffsäule positioniert werden. Nun kannst du endlich den Anblick deiner selbstgebauten Riffsäule genießen.

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Fotos: Originalbilder von MaxLumen

  •  Viel Spaß!
 
 
 
 

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